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Trinkwasserversorgung in Breisach

Ergebnis der Fragebogenaktion zur Korrosion in der Trinkwasserhausinstallation

Die Stadt Breisach verzeichnet seit den 1980iger Jahren einen Anstieg der Chloridkonzentrationen im Grundwasser und damit verbunden im Trinkwasser.

Die Chloridkonzentrationen bleiben mit 130 bis 160 mg/l zwar deutlich unter dem Grenzwert von 250 mg/l, jedoch gibt es Begleiterscheinungen, die für die Kommune, die Hausbesitzer und Mieter unangenehme Folgen wegen der Rostwasserbildung und Lochfraß in den Wasserleitungen haben.

Um sich ein umfassendes Bild zu schaffen, wurden die  öffentlichen Leitungsnetze untersucht sowie im Sommer 2013 eine Haushaltsbefragung beauftragt. Hierfür hat die bnNETZE gemeinsam mit den TZW Karlsruhe einen Fragebogen erarbeitet und an die Haushalte in Breisach verschickt. Ziel war es eine Übersicht über die Schädigung der Leitungssysteme in den Haushaltungen zu erhalten.

Gut 24 % der 2800 angefragten Haushalte haben geantwortet, so dass sich ein repräsentatives Bild der Auswirkungen des Chlorids ergibt. Die Ergebnisse wurden nach Materialgruppen und Altersgruppe verifiziert, so dass die bisherigen Annahmen der Schädigungen in der Hausinstallation durch die Befragung untermauert werden konnten.

Der Abschlussbericht zu den Ergebnissen der Auswertung der Fragebogenaktion liegt nun vor und wurde am 23. September 2014 im Gemeinderat Breisach am Rhein vorgestellt und steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

 

Ein neuer Trinkwasserverbund - drei an deinem Strang


Anschluss an das Wasserwerk Hausen bietet Zukunftslösung für Breisach, Ihringen und Merdingen

In enger Zusammenarbeit mit badenova wollen Breisach, Merdingen und Ihringen eine Trinkwasserleitung vom Hochbehälter Opfingen nach Breisach verlegen. Damit schließen sie an die Trinkwasserversorgung aus dem badenova-Wasserwerk in Hausen an der Möhlin an und lösen nachhaltig ihre unterschiedlichen Qualitäts-, Mengen - und Modernisierungsprobleme.

Mit Investitionen von rund 3,5 Millionen Euro wird eine fast 14 Kilometer lange, neue Trinkwasserleitung gebaut.

Auslöser für die interkommunale Lösung waren die bereits vorhandenen und sich für die Zukunft weiterhin abzeichnenden Qualitätsprobleme beim Trinkwasser in Breisach.
Das Grundwasser, das bisher in Breisach gefördert wird, ist als Folge des Kalibergbaus im Elsass stark salzhaltig und korrosionsbeschleunigend. Deshalb fließt bisweilen rosthaltiges Wasser aus den Wasserhähnen, und Leitungen und Installationen werden überdurchschnittlich angegriffen. Bürgermeister Oliver Rein sieht es deshalb als Pflichtaufgabe an, hier für Verbesserung zu sorgen: „Die Chloridblase schlummert unter uns und wird unser Trinkwasser auch in 50 Jahren noch beeinträchtigen, wenn wir nichts unternehmen.“

Eine Herausforderung beim Bau der neuen Leitung, die 2016 fertiggestellt sein soll, ist die Querung des Tunibergs und örtlicher Naturschutzgebiete. Sonst folgt sie nach Möglichkeit dem Randstreifen öffentlicher Straßen oder landwirtschaftlichen Verkehrswegen.

 
 

Infobox:

Leitungsverlauf
- Opfingen (Hochbehälter)
- Merdingen
- Gündlingen
- Hochstetten
- Breisach (Brunnen / Tiefbehälter)

Bauliche Herausforderung ist die Querung des Tuniberg zwischen dem Hochbehälter Opfingen und der Tallage in Merdingen sowie die Querung der örtlichen Naturschutzgebieten. Der wesentliche Leitungsverlauf erfolgt im Randstreifen öffentlicher Straßen und im Bereich landwirtschaftlicher Verkehrswege

Leitungslängen
- Gesamtlänge mit Anschlussleitungen 13,93 km
- Opfingen – Breisach - 11,950 km - DN 400 / DN 300
- Anschlussleitungen Merdingen / Ihringen 1,98 km DN 150

Wassermengen
Planungshorizont bis 2030
Einwohner 20.400 EW (heute) bis 23.500 EW (2030)
Jahresmenge 1,1 – 1,3 Mio m³ Trinkwasser
Spitzenabgabe 350 – 400 m³/h
Löschwasser

Herstellungskosten (Kalkulation Stand 2013)
- Summe (brutto) 3,463 Mio €
- Summe (netto) 2,910 Mio

 
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