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Bürgerbewegung für Inklusion

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Ludger Baldus

 




Ludger Baldus war Sonderschulrektor und hat in den vergangenen Jahren verschiedene Sonderschulen mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten in Baden-Württemberg und anderen Bundesländern geleitet.
Herr Baldus ist durch seine Ausbildung und berufliche Tätigkeit mit der Thematik vertraut.


Herrn Baldus erreichen sie unter:
Tel.: 0151/50198859
inklusion@stadt-breisach.de

 
 
 

Bürgerbewegung für Inklusion in Breisach am Rhein

Seit 2009 ist in Deutschland die UN-Behindertenrechtskonvention in Kraft. Dieses Übereinkommen hat das Ziel, dass Menschen mit und ohne Behinderungen von Anfang an gemeinsam in allen Lebensbereichen selbstbestimmt und zusammen leben. Die Verwirklichung einer inklusiven Gesellschaft ist eine der zentralen Herausforderungen der kommenden Jahre.

Menschen mit Behinderung sollen verstärkt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Egal ob schwimmen, tanzen, Musik machen, in ein Konzert gehen oder in Ausbildung und Beruf – noch gibt es viele Hindernisse.

Die Barrieren bestehen nicht nur aus Treppen, die für einen Rollstuhlfahrer unpassierbar sind, sondern auch aus vielen „Barrieren in den Köpfen“ wie etwa Unsicherheiten oder Vorurteilen gegenüber dieser Personengruppe.

Mit all diesen Hindernissen haben Körperbehinderte, Blinde, Gehörlose, Menschen mit Demenz oder psychischen Erkrankungen nach wie vor zu kämpfen. In Deutschland sind allein zehn Prozent der Bevölkerung schwerbehindert.

Seit Anfang Oktober hat die Stadt Breisach einen kommunalen Inklusionsvermittler. Ludger Baldus setzt sich künftig als zentrale Kontaktperson dafür ein, dass Menschen mit Behinderung besser am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Damit ist die Stadt Breisach eine von 18 Gemeinden im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, die an diesem vom Land Baden-Württemberg unterstützen Modellprojekt teilnimmt und Inklusion fördert.

Die kommunalen Inklusionsvermittlerinnen und -vermittler im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald, die in diesem Projekt arbeiten, haben vielfältige Aufgaben. Ludger Baldus ist eine wichtige Ansprechperson für alle Einwohner und Einwohnerinnen. Er wird als Vermittler in den Vereinen, in den Unternehmen, in den Kindergärten, Schulen und weiteren Bildungseinrichtungen das Thema Inklusion näherbringen und die Bevölkerung dafür sensibilisieren. Gleichzeitig wird er die Interessen von Menschen mit Behinderung vertreten.

Um das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Behinderung in Breisach zu verbessern, stehen in den kommenden Monaten zunächst eine Bestandsaufnahme, Bedarfsermittlung und viele Gespräche im Vordergrund. Damit lassen sich dann Handlungsempfehlungen für das Rathaus ableiten, wie Inklusion in der Gemeinde gefördert werden kann. Aber auch der Aufbau eines Netzwerkes von Interessierten und weiteren ehrenamtlich Aktiven gehört zum Aufgabengebiet von Ludger Baldus.

„Für uns ist die Teilnahme an diesem Modellversuch eine Selbstverständlichkeit“ so Bürgermeister Oliver Rein. „Unsere Gemeinde übernimmt hier, zusammen mit den weiteren Kommunen im Landkreis, die an diesem Projekt teilnehmen, eine wichtige Vorbildfunktion. Allerdings beginnen wir in Breisach nicht bei null. Wir sind schon auf einem guten Weg. Ein gutes Beispiel“, so der Bürgermeister weiter, „ist der gerade fertiggestellte barrierefreie Bahnhof unserer Stadt“.

„Eine Behinderung darf selbst nicht wieder eine Barriere darstellen. Meine Vorstellung und mein Wunsch ist dass wir in einigen Jahren nicht mehr über Menschen und ihre Behinderung reden, sondern die Unterschiedlichkeit der Menschen als etwas Selbstverständliches ansehen und mit dieser Unterschiedlichkeit leben lernen.“ fasst Ludger Baldus seine Motivation zusammen, warum er sich für dieses Amt zur Verfügung gestellt hat.

 

AKTUELLES

 

Perspektivenwechsel beim Rollstuhlparcours am 28. April 2018

 

Handlungsplan Inklusion der Stadt Breisach am Rhein

 

Bürgerbefragung zur Inklusion 2017

Im September 2017 fand in Breisach und den Ortsteilen eine Bürgerbefragung zum Thema Barrierefreiheit und Inklusion statt.

Ziel der Befragung war es, allen Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, ihre Vorstellungen von einer inklusiven Stadt zu fomulieren und Anregungen für einen Handlungsplan zu geben, den die Stadt in den nächsten Monaten zu diesem Thema verabschieden will.

An der Umfrage nahmen 63 Bürgerinnen und Bürger teil, 53 davon wohnen in der Kernstadt, zehn Antworten kamen aus den Ortsteilen. Von den 63 Bürgerinnen und Bürgern, die an der Befragung teilgenommen haben, waren 19 Personen schwerbehindert.

Die wesentlichen Ergebnisse der Umfrage finden Sie nachfolgend im Anhang "Bürgerbefragung zur Inklusion-Egebnisse" zum Download.

 
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