Direktverbindung Breisach – Bad Krozingen bei Fahrgästen beliebt
> Regiobusline 400 verbindet beide Städte in unter 30 Minuten > Förderung durch das Land geht weiter > Kommunen und Unternehmen ziehen an einem Strang
Seit über 10 Jahren gibt es die Regiobuslinie 400, die die beiden Mittelzentren Breisach und Bad Krozingen auf direktem Weg verbindet. Die Linie ist ein Erfolg – die Nachfrage der Kundinnen und Kunden ist kontinuierlich gestiegen. 2025 nutzten rund 192.000 Fahrgäste die Linie. Dies ist eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 23 %. Ein Großteil der Kundinnen und Kunden fahren regelmäßig.
Land sagt Förderung bis 2030 zu
„Wir freuen uns sehr, dass dieses Angebot so gut angenommen wird“, sagte Sabine Glockner, verantwortlich für ÖPNV beim Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Der Landkreis ist Aufgabenträger für den regionalen Busverkehr. „In Zeiten knapper Ressourcen müssen wir besonders schauen, welche Linien auf Nachfrage stoßen. Umso wichtiger ist für uns die Förderung durch das Land für diese Linie“, so Glockner weiter. Im Mai 2015 trat das Förderprogramm „Regiobuslinien“ des Landes in Kraft, Ende 2015 wurden dann die ersten drei Linien, darunter die Linie 400 Breisach – Bad Krozingen, eröffnet. Nach 10 Jahren Laufzeit wurde die Förderung für den Landkreis nun erfolgreich bis Ende 2030 verlängert.
„Dort, wo es keinen direkten Schienenanschluss gibt, sind die bwregiobusse eine verlässliche und preisgünstige Form des ÖPNV-Angebotes. Trotz schwieriger Haushaltslage halten die Kommunen und das Land an den bwregiobussen fest. Das freut uns. Denn so schließen wir mit geeinten Kräften die Menschen auf dem Land an den klimafreundlichen Zugverkehr an“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann über das Förderprogramm „Regiobuslinien“. „Die Regiobus-Familie wächst in diesem Jahr auf 52 Linien landesweit an. Das Land unterstützt die Kommunen und Landkreise mit insgesamt 29 Millionen Euro. So sichern wir mit direkten und schnellen Busverbindungen die nachhaltige Mobilität in ländlichen Räumen. Das ist eine gute Investition. Ich freue mich, dass der Regiobus 400 zwischen Breisach und Bad Krozingen so gut ankommt.“
Bad Krozingen und Breisach beteiligen sich an Finanzierung
Auch die beiden Kommunen Breisach und Bad Krozingen unterstützen das Busangebot finanziell. Mit der Übernahme von jeweils 25% der Kosten trägt jede Kommune entscheidend dazu bei, dass die Busse so häufig fahren können.
„Die Fahrgastzahlen sprechen für sich: Die Regiobuslinie wird von der Bevölkerung gut angenommen und verbindet die beiden Mittelzentren Bad Krozingen und Breisach auf praktische Weise. Da diese Direktverbindung für viele Bürgerinnen und Bürger ein äußerst attraktives Angebot im öffentlichen Personennahverkehr darstellt, ist es für uns selbstverständlich, diese auch in Zeiten klammer Kassen zu erhalten“, so Bad Krozingens Oberbürgermeister Volker Kieber.
„Die hohe Nachfrage verdeutlicht, wie wichtig eine verlässliche und direkte Anbindung für unsere Bürgerinnen und Bürger ist. Die Regiobuslinie 400 bildet ein zentrales Bindeglied zu den regionalen Verkehrsanbindungen. Sie ermöglicht unseren Fahrgästen nicht nur die Verbindung zwischen Breisach und Bad Krozingen, sondern auch einen direkten Anschluss an die Rheintalbahn und über Colmar an das französische Schienennetz“, hob Oliver Rein, Bürgermeister der Stadt Breisach am Rhein hervor.
Linie ist ein „Selbstläufer“
Die Busse verkehren jeden Tag stündlich bis 23:00 Uhr und brauchen für die Strecke laut Fahrplan rund 20 Minuten. Das macht die Direktverbindung attraktiv – die Fahrt mit dem Zug über Freiburg würde deutlich länger dauern. In Bad Krozingen ist zudem der Anschluss an die Rheintalbahn gegeben für die Weiterfahrt Richtung Basel, in Breisach gibt es Anschluss an die S5 Richtung Endingen. „Die Linie ist ein Selbstläufer“, sagte Claudia Karle, Geschäftsführerin bei Tuniberg Express. Das Unternehmen betreibt die Linie gemeinsam mit Rast Reisen aus Hartheim. „Wir hatten in 10 Jahren nicht einen Fahrtausfall“, betont Karle weiter. Dies liege auch an der guten Absprache der beiden Unternehmen. „Wir beide Unternehmen arbeiten reibungslos zusammen. Und dasselbe gilt für unsere Kommunen und den Landkreis“, sagten Christina Sedelmeier-Hauß und Simon Hauß von der Geschäftsführung bei Rast Reisen. „So schaffen wir Zuverlässigkeit für die Fahrgäste“, ergänzte Hauß.

