Kultur als gemeinschaftliches Erlebnis – neue Bücherecke im Museum für Stadtgeschichte Breisach
Kultur als gemeinschaftliches Erlebnis – neue Bücherecke im Museum für Stadtgeschichte Breisach
Im Museum für Stadtgeschichte Breisach ist ein neuer Ort entstanden, der auf den ersten Blick unscheinbar wirkt – und doch programmatisch für die Zukunft des Hauses steht: eine kleine historisch-kunstgeschichtliche Bücherecke mit Sofas, Regalen und ausgewählter Fachliteratur. Was als gemütlicher Leseort erscheint, ist Teil der strategischen Neuausrichtung des Museums.
Das Haus versteht sich zunehmend als sogenannter „Dritter Ort“, also als öffentlicher Treffpunkt. Ein Ort, an dem Menschen nicht nur Ausstellungen besuchen, sondern verweilen, ins Gespräch kommen und Kultur als gemeinschaftliches Erlebnis erfahren können. Die neue Bücherecke soll genau das ermöglichen: Ruhe finden, sich vertiefen in Themen der Archäologie, Kunst und Geschichte – oder einfach innehalten.
Die kleine Bibliothek versammelt Werke zur lokalen, regionalen und europäischen Historie sowie zur Kunstgeschichte und Museumsarbeit. Sie richtet sich an interessierte Besucherinnen und Besucher ebenso wie an Schülerinnen und Schüler oder Studierende. „Wer möchte, kann sich spontan ein Buch nehmen, Platz nehmen und bleiben“, erklärt Museumsleiter David Hack. „Mit der neuen Bücherecke schaffen wir bewusst Raum für Ruhe, Gespräche und vertiefende Beschäftigung mit unserer Breisacher und Breisgauer Geschichte.“
Die Neueinrichtung ist Teil einer schrittweisen Weiterentwicklung. Neben der Bücherecke wird derzeit auch die Dauerausstellung überarbeitet. Einzelne Themen sollen künftig in wechselnden Präsentationen gezeigt werden; die bisherige Sonderausstellungsfläche wird dafür flexibel genutzt. Neue Sonderausstellungen bleiben fest im Programm. „So bleibt das Museum lebendig und aktuell – ohne seine historischen Wurzeln aus dem Blick zu verlieren“, so Hack.
Breisach, dessen Geschichte über 4000 Jahre zurückreicht, bietet dafür reichhaltiges Material. Das Museum möchte nicht nur bewahren und ausstellen, sondern Begegnung und Bildung ermöglichen. So wächst im barocken Rheintor Schritt für Schritt ein lebendiger Treffpunkt für die Stadtgesellschaft.

